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Das Yoga Journal von Samana Yoga

Aktuelles, Tipps und Inspirationen aus der Welt des Yoga.

Arati, die Lichtzeremonie

Arati ist ein sehr schönes Lichtritual, das uns tief bewegen kann, wenn wir uns darauf einlassen.

Durch das verbrennen von Kampher wird Licht entzündet und dann vor einem „Altar“ oder dem Göttlichen geschwenkt. Dabei werden Mantras wiederholt, die die verschiedenen Aspekte des Göttlichen anrufen. Anschließend trägt man die Flammen dann segnend durch den Raum. Die an der Zeremonie Mitwirkenden segnen sich nun, indem sie mit beiden Händen das Licht der Flamme aufnehmen und über Stirn und Scheitel streichen.

Praktiziert man Arati am Abend, so ist die Zeremonie besonders wirkungsvoll, wenn man den Raum leicht abdunkelt.
Arati ist Opfer, Symbol für Erleuchtung. Alles Negative wird symbolisch verbrannt. Durch das Überstreifen des Lichtes wird die Reinigung des Geistes symbolisiert. Licht wird aufgenommen und das „dritte Auge“ erweckt. Anschließend bietet man dem göttlichen Süßigkeiten dar und verteilt diese an die anderen Teilnehmer.

Das Hören und Durchführen der Arati (Lichtzeremonie) bewirkt eine innige Verbindung mit der göttlichen Energie und liebevolle Hingabe, die für jeden Menschen, der sich öffnet, spürbar ist.

Auch für diejenigen, die keine Freunde des spirituellen Yogas sind, ist Arati eine schönes Erlebnis.

Arati-Mantra

Jaya Jaya Arati Vighnavinayaka
Vighnavinayaka Sri Ganesha
Jaya Jaya Arati Subramanya
Subramanya Kartikeya
Jaya Jaya Arati Venugopala
Venugopala Venulola
Papavidura Navanita Chora
Jaya Jaya Arati Venkataramana
Venkataramana Shankataharana
Sita Rama Radheshyama
Jaya Jaya Arati Gauri Manohara
Gauri Manohara Bhavanishankara
Sambasadashiva Uma Maheshwara
Jaya Jaya Arati Raja Rajeshwari
Raja Rajeshwari Tripura Sundari
Maha Lakshmi Maha Saraswati
Maha Kali Maha Shakti
Jaya Jaya Arati Anjaneya
Anjaneya Hanumanta
Jaya Jaya Arati Dattatreya
Dattatreya Trimurti Avatara
Jaya Jaya Arati Adityaya
Adityaya Bhaskaraya
Jaya Jaya Arati Senishwaraya
Senishwaraya Bhaskaraya
Jaya Jaya Arati Shankaracharya
Shankaracharya Adwaitagurave
Jaya Jaya Arati Sadguru Natha
Sadguru Natha Sivananda
Jaya Jaya Arati Jesus Gurave
Moses Gurave Buddha Gurave
Jaya Jaya Arati Mohammed Gurave
Laotse Gurave
Samasta Guru Bhyo Namah
Jaya Jaya Arati Venugopala

WAKE UP HAPPY!! Morning YOGA routine.

WAKE UP HAPPY!! WITH ESTHER

Diese Übungsfolge begleitet uns sehr sanft in den Tag. Der Körper wird gestreckt, Oberkörper und Rumpf werden stimuliert. Mit der „Katze“ wird die Wirbelsäule aktiviert und sanft gedehnt, der „Hund“ aktiviert die hintere Beinmuskulatur und streckt die Wirbelsäule. Mit der „Cobra“ wird die Vorderseite des Körpers gestreckt und die Verdauung aktiviert. Abgeschlossen wird die Übungsfolge mit dem „Twist“, mit dem der Körper aktiviert und stimuliert wird.

 

Stess reduzieren und die Balance finden mit einfachen Atemübungen

Pranajama – Wechselatmung

Ein wichtiger Bestandteil des Yoga ist Pranajama, die Arbeit mit dem Atem. Hierfür gibt es die verschiedensten Techniken. Einige dieser Atemtechniken sind erhitzend, einige wirken kühlend, manche wecken uns auf, andere beruhigen uns und wieder andere sorgen für innere Balance.

Eine dieser Atemtechniken ist die Wechselatmung. Diese Technik kann man immer und überall praktizieren und sie kann von jedem praktiziert werden, ob Anfänger, jung oder alt. Die Wechselatmung sorgt für Balance in Körper, Geist und Seele.

Meist nehmen wir es gar nicht wahr, aber normalerweise wechselt unser Atem alle 1 ½ bis 2 Stunden von einem Nasenloch zum anderen. Nach der yogischen Philosophie beeinflusst dieser Wechsel unseren Geisteszustand und unser physisches Wohlbefinden. Wir haben ein Netzwerk von Kanälen in unserem Körper; in der chinesischen Medizin werden diese Kanäle als Meridiane bezeichnet, in Yoga und Ayurveda nennen wir diese nadis. Je nachdem, welches Nasenloch gerade aktiv ist, werden verschiedenen nadis stimuliert. So wirkt sich das Atmen durch das rechte Nasenloch zum Beispiel stimulierend aus, während Atmen durch das linke Nasenloch eher beruhigt. Gleichen wir nun das Atmen durch beide Nasenlöcher aus, so werden unsere Gedanken klar, wir fühlen uns zentriert und erleben mentale und subtile Reinigung.

Der Sanskrit-Name dieser Atemtechnik, nadi shodhana, wird übersetzt mit Reinigung der nadis, was uns eine wunderbare Balance in Körper und Geist empfinden lässt.

Die Wechselatmung kann von jedem praktiziert werden, ob Anfängern, jung oder alt. Einer der größten Vorteile ist, dass die Wechselatmung das parasympathische Nervensystem anregt und somit Stress reduziert – und das können wir alle brauchen.

Übungsanleitung:

• setze dich in eine bequeme Sitzhaltung
• verschließe dein rechtes Nasenloch mit mit dem Daumen deiner rechten Hand
• atme nun tief durch dein linkes Nasenloch ein
• halte die Luft an, solange es sich für Dich gut anfühlt
• verschliesse nun mit deinem Ringfinger dein linkes Nasenloch
• dann atme durch das rechte Nasenloch aus und wieder ein.

Damit hast Du eine Runde der Wechselatmung abgeschlossen. Wiederhole diese Übung nun mehrmals und achte darauf, dass Du jede Atemrunde abschliesst, bevor Du die Übung beendest.

 

Praktiziert man die Wechselatmung z.B. am Morgen, so kann sie helfen den Geist zu zentrieren und schafft die ideale Grundlage für einen anstrengenden Tag. Abends hilft Sie hingegen zu relaxen.

Kundalini-Yoga nach Yogi Bhajan

Kundalini-Yoga spielt besonders im Tantrismus und Kriya-Yoga eine wichtige Rolle. Auch im Sikhismus praktiziert man Kundalini-Yoga, diese Art von Yoga ist hier beschrieben.

Kundalini Yoga wurde 1968 durch Yogi Bhajan aus Nordinien in den Westen gebracht. Yogi Bhajan, der 2004 verstarb, war ein Sikh und so fließen Elemente des Sikh Dharma in seine Lehren ein. Aber wie bei allen Yogaarten ist auch Kundalini-Yoga offen gegenüber allen Religionen. Yogi Bhajan gründete den Verein 3HO – Healthy Happy Holy Organisation“ – der gesundes, glückliches und ganzheitliches Leben zum Ziel hat.

„Es ist Dein Geburtsrecht, glücklich zu sein.“ Yogi Bhajan

Im Gegensatz zum Hatha-Yoga sind die Übungen oft dynamische Bewegungsabläufe, die oft mit der Feueratmung verbunden werden. Sie richtet sich stark auf das Spüren der eigenen Lebensenergie. Viele Übungen werden im Schneidersitz oder Fersensitz ausgeführt, aber auch aus dem Hatha-Yoga bekannte Asanas finden sich im Kundalini wieder.

Jede Kundalini Übung hat drei Ebenen:

1. Asana (Körperübungen)
2. Pranayama (Atemübungen)
3. Meditation (Dhyana).

Eine wichtige Rolle im Kundalini spielt die Meditation, wobei der Fokus hier auf Mantren liegt, die aus dem Sikhismus stammen. Auch Mudras, Pranayamas und Bandhas werden verwendet.
Jede Kundalini-Stunde nach Yogi Bhajan wird mit dem Mantra

„Ong Namo Guru Dev Namo“ (Ich begrüße die kosmische, schöpferische Energie und den erhabenen Weg zum Licht)
eröffnet…

 

und mit dem Mantra

„Sat Nam“ (Wahrheit, Identität)

beendet.

Eine Übungsreihe wird als Kriya bezeichnet, ist in ihrer Abfolge vorgeschrieben und darf nicht verändert werden.

Kundalini-Yoga nach Yogi Bhajan gehört eher zu den spirituellen Yoga-Arten und ist meiner Meinung nach für Anfänger nur bedingt geeignet. Wenn man allerdings bereit ist, sich dem spirituellen Aspekt zu öffnen, dann sollte man Kundalini auf jeden Fall einmal probieren. Man merkt sehr schnell, ob man sich dieser Form des Yoga öffnen kann.

„Im Kundalini Yoga ist das wichtigste die Erfahrung. Deine Erfahrung geht direkt in Dein Herz.“ Yogi Bhajan

Hatha Yoga Flow

Hatha Yoga Flow verbindet die Elemente des Hatha Yoga mit einer leichten Dynamik. Im Mittelpunkt steht auch hier das Zusammenspiel von Atem und Bewegung. Die einzelnen Asanas (Körperübungen) gehen fließend ineinander über, in einigen Asanas verweilt man für einige Atemzüge, wird sich der Bewegung bewusst und geht aufmerksam und bewusst in die nächste Haltung. Im achtsamen Grenzgang zwischen zu viel und zu wenig, zwischen Herausforderung und Loslassen, entsteht ein Gefühl von Leichtigkeit.

Hatha Yoga Flow ist eine ideale Vorbereitung für die dynamischen Yogastile Ashtanga– und Vinyasa-Yoga. Der Fokus liegt auf der Synchronisation von Atmung und Bewegung, einzelne Yogapostionen werden harmonisch zu fließenden Abläufen verbunden. So erfahren und empfinden wir unseren Körper und schenken Ihm somit mehr Achtung, die Grundvoraussetzung für Ausgeglichenheit und Entspannung.

Shiva Mantra

Om Namah Shivaya Om

Dieses Mantra ist Shiva gewidmet, dem Wilden und Gütigen. Es ist ein Mantra für die Entsorgung von Altlasten, für Freiheit, Frieden und Freude.

Shiva ist einer der drei großen Gottheiten Indiens. Neben Brahman, dem Schöpfer und Vishnu, dem Erhalter ist Shiva der Gott der Zerstörung. Er verkörpert das Ende aller Dinge und damit gleichzeitig den Neuanfang, das neue Leben, das jedem Ende folgt.

Eine der schönsten Interpretationen dieses Mantras liefert aktuell Donna De Lory. Hier eine Hörprobe und das MP3 zum Download.

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MP3-Tipp: Deva Premal, The Essence

Diese Musik ist Balsam für die Seele, sie ist in ihrer Schönheit und auch Schlichtheit eine absolute Erholung für gestresste Menschen, die wieder bei sich, in ihrer Mitte ankommen wollen, und spirituelle Musik und Mantren lieben.

Die musikalische Interpretation der Mantras von Deva Premal ist außerordentlich gut gelungen und auch für Menschen aus dem Westen gut nachvollziehbar. Die Melodien laden zum mitsingen ein und vermittelt ein Gefühl von Heilung und Frieden für die Menschheit auf allen Ebenen. Besonders schön umgesetzt ist das Gayatri Mantra, aber hört einfach selbst mal rein:

Amazon.de Widgets Playlist und MP3 Hörproben zum Download

1. Gayatri Mantra
2. Om Asatoma
3. Tumare Darshan
4. Om Namo
5. Shima Shima
6. Sammasati
7. Yemaya Assessu
8. Gayatri Mantra (Bonus Track)

Entspannung in Asanas und Pranayama, eine ganz besondere Stunde

Meine Yoga-Lehrer Ausbildung schreitet voran, ich habe schon vieles gelernt, und es gibt noch vieles zu lernen. Einiges ist klar und einfach, anderes schwieriger und unverständlicher, es gibt Dinge die sind mir nah und Dinge, die sehr fremd scheinen, an die ich mich erst annähern muss um für mich zu entscheiden, wie ich damit umgehen werde.

Die letzte Stunde war für mich eine ganz besondere Stunde. Entspannung war das Thema und wir haben das gemacht, was ich wirklich liebe. Hierbei geht man in eine Asana (Körperübung) und dann hält man sie und entspannt in dieser Übung. Am besten macht man das, indem man tief in den Bauch atmet. Mit jedem Atemzug kommt man mehr in die einzelnen Asanas (Übungen) hinein, kommt tiefer und entspannt dabei, entspannt in die Übung. Wichtig sind also zwei Dinge: der Atem und die Entspannung in der Übung.

Hört sich einfacher an, als es in Wirklichkeit ist. Jeder, der schon mal Yoga gemacht hat weiß, wie es sich anfühlt, wenn man z.B. eine Vorwärtsbeuge länger halten soll und sich dann auch noch entspannen, das lernt man nicht von heute auf morgen. Aber wenn man es erst einmal geschafft hat und begreift, was gemeint ist, dann ist es ein ganz besonderes Gefühl.

Diese Übungspraxis ist besonders geeignet, um Stress abzubauen. Überhaupt ist Yoga perfekt um die Entspannung bei Stress herbeizuführen oder zu unterstützen.

Zum Thema Stressmanagement und Yoga lest Ihr hier in den nächsten Tagen.