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Neti – Natürliche Gesundheit durch Reinigung der Nase

Yogis praktizieren Neti seit tausenden von Jahren und die moderne Medizin beginnt die Vorteile zu nutzen. Im Grunde ist es eine Reinigung wie jede andere auch. Wir duschen, wir nutzen Bidets, wir putzen unsere Zähne. Warum also nicht auch unsere Nase pflegen, eines der wichtigsten Körperteile?
Spätestens seitdem Oprah Winfrey in ihrer Show Neti life vorführen ließ, ist es zumindest in Amerika in aller Munde.
Die Nasenlöcher sind Filter zwischen der Atmosphäre und unserem Körper. Sie filtern, reinigen, kühlen oder wärmen die Luft, die wir einatmen. Übrigens auch der Grund, warum man im Yoga immer durch die Nase atmet. Wir atmen täglich 18.000 bis 20.000 mal ein. Viele Schmutzpartikel werden bereits in der Nase sondiert und so von unserer Lunge ferngehalten. Die Nasenspülung reinigt unsere Nasenlöcher von diesen Schmutzpartikeln und stimuliert unsere Nasenschleimhaut.
Es gibt im Yoga zwei Formen von Neti:
Jala Neti, bei dem die Nase mit lauwarmem Wasser gereinigt wird und Sutra Nete, bei dem die Nase mit einem Faden oder Katheder gereinigt wird. Da ich selbst ausschließlich Jala Neti praktiziere habe, gehe ich hier im Speziellen auf diese Variante ein.
Als ich das erste mal von dieser „Reinigungstechnik“ gehört habe, die auch in der Hatha Yoga Pradipika beschrieben ist, fand ich das alles etwas befremdlich. Ich war mir nicht bewusst, wie viele Leute Neti machen. Übrigens auch Menschen, die kein Yoga praktizieren, hier spricht man dann nur nicht von Neti sondern von Nasenspülung. Also ich habe es probiert und bin dabei geblieben.
Bei Jala Neti wird lauwarmes leicht gesalzenes Wasser (isotonische Kochsalzlösung) in ein Nasenloch gegossen, den Kopf hält man leicht schräg. Während der Praxis wird das Wasser mit Hilfe des Gaumensegels daran gehindert in den Rachenraum und Mundbereich zu gelangen und fließt so aus dem anderen Nasenloch wieder heraus. Man atmet hierbei durch den Mund. Man kann Neti auch praktizieren, indem man das Wasser in den Rachen laufen lässt und dann ausspuckt. Ich finde die „Nasenvariante“ aber angenehmer.
Neti stimuliert den Kreislauf, entfernt Schleim und führt zu einem gesunden Nasenraum und nachweislich auch zu gesunden Nebenhöhlen.
Ich praktiziere Neti mittlerweile fast täglich. Danach fühlt man sich sauber, belebt und klar. Besonders gut ist das, wenn man Pranajama (Atemübungen) praktizieren möchte und mit Schnupfen oder Allergien zu kämpfen hat. Jeder der ab und zu fliegt oder sich in klimatisierten Räumen aufhält kenn dieses Gefühl einer total trockenen Nase. Auch hier ist Neti sehr angenehm, um die Nase zu befeuchten.
Hört sich zwar im ersten Moment komisch an, aber probiert es einfach mal aus. Ist lange nicht so schlimm, wie es sich anhört und tut der Nase einfach gut.

 

Yoga 50 + – Fit bis ins hohe Alter

… der Titel der Aus- bzw. Weiterbildung für Yogalehrer, die Ursula Salbert in Bühl anbietet, und die ich in der letzten Woche besucht habe.
Der Anteil an älteren Menschen in unserer Gesellschaft wird immer größer. Umso wichtiger ist es, Bewegungsprogramme für diese Zielgruppe zu entwickeln. Wenn wir älter werden, verliert unser Körper Wasser und versteift langsam, die Mobilität lässt nach, die Muskulatur bildet sich zurück, die Gelenke arbeiten nicht mehr so wie in jungen Jahren.
Genau hier setzen wir im YOGA an. Wie übe ich z.B. mit älteren Menschen, die nicht mehr auf der Yogamatte sitzen können, Rücken oder Gelenkprobleme haben.
Ursula Salbert hat in ihrer langjährigen Praxis als Yogalehrerin viele Übungen so abgewandelt und angepasst,  dass auch ältere Menschen sie ausführen können und von der YOGA-Praxis profitieren.
Dabei gibt Ursula Salbert in ihrer Ausbildung Yoga 50 + uns Schülern Anregungen, wie wir Asanas altersgerecht abwandeln können, aber vor allem regt sie unsere eigenen Phantasie an und lässt uns selbst probieren, was gut sein könnte. Natürlich kommt auch die Theorie nicht zu kurz.
Die Inhalte des Seminar sind sehr vielfältig und Langeweile kommt nie auf:
  • Ab wann altern wir und was passiert dabei auf ganzheitlicher Ebene?
  • Warum ist eine ausreichende Bewegung auch bei Einschränkungen im Bewegungsapparat  so wichtig und was müssen wir dabei beachten?
  • Die Veränderung von Bedürfnissen mit den Jahren
  • Das Körperbild und die Körpersprache deuten lernen und die erforderlichen Yogaübungen auswählen
  • Das Yogaüben in Schritten,  Übungsabwandlungen und Hilfsmittel
  • Überforderung und Unterforderung erkennen, der Umgang mit Defiziten,  Schmerzen, Grenzen
  • Sanfte Bewegungsübungen zur Einstimmung, Lockerung und Anregung des Energieflusses
  • Yogaübungen bei Osteoporose, Arthrose und Rheuma,
  • Dynamisches Ganzkörpertraining zur Förderung der Beweglichkeit, Koordination und Konzentration
  • Der Atem als Rhythmusgeber und Brücke zur inneren Wahrnehmung
  • Atem- und Energielenkungen
  • Meditationen und Entspannungsübungen, Visualisierungen, Affirmationen
  • Indikationen und Kontraindikationen
  • Besonderheiten in der Didaktik und Methodik (Stundenaufbau, Übungsintensität, Sprache, Korrektur und vieles mehr)
  • Beobachtungsschulung und Gruppenarbeit, Erfahrungsaustausch
Noch hinzu kam die schöne Unterkunft im Kloster Maria Hilf in Bühl. Der Klostergarten hat uns schon früh morgens zur eigenen Yogapraxis animiert.
Während des Seminars lässt Ursula Salbert immer wieder geschickt kleine Pausen einfließen, etwa eine kleine Gehmeditation im Park oder ein paar Übung in der Natur.
Ein rundum schönes Seminar.
SeniorenYOGA-Kurse bei SamanaYOGA findet Ihr hier.

Power Yoga with Bryan Kest

Gastbeitrag von Manuela Weiß

One Day Power Yoga Workshop…

… so wurde der 3-stündige Workshop am 20.05.2010 in einem der großen Yogazentren Frankfurts angekündigt, für den wir uns bereits Monate zuvor angemeldet hatten.

Power Yoga – was ist das? Anstrengend würde es sicher werden – und das wurde es auch. Doch zunächst fanden wir uns mit ca. 50 weiteren (meist weiblichen) Interessierten in einem verspiegelten Yogasaal ein und wurden von dem lässig gekleideten Bryan Kest begrüßt. Seit mehr als 23 Jahren unterrichtet Bryan Kest Yoga. Er hat den Begriff „Power Yoga“ geprägt – oder besser: erfunden. Es ist sein eigener charakteristischer Stil, den er 1979 entwickelte. Dieser fordernde Stil ist ein dynamisches Training für Körper, Geist und Seele.

In etwas mehr als 1 Stunde erzählt der sympathische 45-jährige (in Englisch, aber gut zu verstehen) was ihm beim Yoga wichtig ist: Die individuelle Entfaltung und die Einsicht, dass jeder Mensch anders ist, keiner eben ist wie der andere. Mehr und mehr Menschen möchte er zu einem gesünderen und friedvollen Lebensstil bewegen, „Mein oberstes Ziel ist eine Abfolge von Übungen zu unterrichten, die Körper, Geist und Seele vollständig vereinen“. Das wir bei dem dynamischen und fordernden Üben auch noch an Gewicht verlieren und unseren Körper in Form bringen, ist eher ein Nebenprodukt. Er singt kein Om oder andere Mantras, er spricht kaum über Yoga-Philosophie. Vielmehr bringt er mit seinen lockeren Sprüchen und einer sehr saloppen Ausdrucksweise das Auditorium immer wieder zum Lachen. Bryan Kest ist eben Geschmacksache.

Nun geht es weiter mit dem Übungsteil. Ein wenig aufgeregt sind wir schon. Aber Bryan hat uns die (meisten) Bedenken genommen, denn „kein Mensch ist wie der andere“ – also kann auch nicht jeder die Asanas perfekt wie im Lehrbuch ausführen. Das ermutigt. Sehr angenehm ist auch die Einladung zu einem „Yoga-Buffet“: Jeder nimmt das was er mag und so viel davon wie er mag. Das ist ein schöner Gedanke. Die Asanas sind durchweg schlicht, jedoch macht die Intensität den kraftvollen Flow aus. „Simple but not easy“. Ohne Pause – natürlich nur, wer möchte – geht es in verschiedenen Variationen Brett – Kobra – Brett – Hund – Vorbeuge – Brett – Hund…. so weiter bis zum Ende des Workshops. Immer wieder geht Bryan Kest auf die Atmung ein, zeigt uns, dass wir gerade wieder einmal nicht bei der Sache waren. „Tiefes Atmen in den Asanas lässt uns den Geist konzentrieren. Man kann dabei nicht an Vergangenes, Zukünftiges, an Gefühle wie Hass, Neid oder Eitelkeit denken.“

Danke Bryan für die Inspiration, das nächste Jahr sind wir wieder dabei.

Der achtstufige Pfad des Patanjali

Patanjali, begleitet mich nun schon seit dem Beginn meiner Ausbildung. Die Yoga Sutren bilden ein zentrales philosophisches Werk im Hatha-Yoga und sind auch in unserer Zeit durchaus anwendbar. Beeindruckend ist die zeitlose Logik, die sich besonders im 2 Kapitel, dem „8 gliedrigen Pfad des Yoga“ verbirgt und die uns hilft in unserer stress- und reizüberfluteten Zeit zur Ruhe zu kommen. Deshalb schreibe ich hier über Patanjali, und das 2. Kapitel der Yoga Sutren.

Patanjali ist für die Philosophie des Hatha-Yoga von besonderer Bedeutung. Die meisten Schriften und Forscher gehen davon aus, dass Patanjali zwischen 800 und 300 v. Chr. lebte, sein Geburtsdatum ist aber ebenso wie sein Beruf unbekannt. Man spricht von ihm mal als Arzt, mal als Lehrer oder Gelehrtem. Auch wenn seine eigene Geschichte heute nicht mehr nachvollziehbar ist, so ist seine Bedeutung für den Hatha-Yoga doch unumstritten.

Die Lehren des Yoga wurden über viele Jahrhunderte nur mündlich weitergeben, Patanjali war der erste, der diese in seinen 196 „Yoga-Sutren“ (Lehrsätzen) niederschrieb. Dieser Umstand ist auch dafür verantwortlich, dass er heute al Begründer des Hatha-Yoga gilt, auf den sich die meisten Traditionen beziehen.

Patanjali beschreibt vor allem den „achtstufigen Pfad des Hatha-Yoga“, den er im zweiten Kapitel der Sutren beschreibt:

Die 8 Stufen Bedeutung
Yama Verhaltensregeln im Umgang mit anderen
Niyama Verhaltensregeln im Umgang mit sich selbst
Asana die Körperübungen
Pranayama die energetischen Atemübungen
Pratyahara die Zurücknahme der Sinne vom Außen
Dharana die Konzentration nach innen
Dhyana die Meditation
Samadhi Vereinigung, Selbstverwirklichung
Die Yamas und Niyamas lassen sich in etwa mit den 10 Geboten im Christentum vergleichen, sie bilden die Vorbereitung zum üben. Die Praxis findet in täglichen Leben statt und nicht auf der Matte.
DieYamas befassen sich mit dem sozialen Umfeld des Menschen und regeln zwischenmenschliche Beziehungen:

Die 5 Yamas Bedeutung
Ahimsa nicht verletzen, Gewaltverbot
Asteya nicht stehlen
Satya Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit
Brahmacarya Enthaltsamkeit
Aparigraha keine Gier und kein Neid
DieNiyamas wenden sich an den Umgang mit uns selbst:

Die 5 Niyamas Bedeutung
Sauca Sauberkeit
Samtosa Zufriedenheit
Tapa Selbstdisziplin
Svadhya Selbststudium
Ishwara Hingabe (an Gott)
Die körperliche Praxis wird Asana genannt. Asanas (Körperübungen) dienen der gesundheitlichen Vorsorge und sollen und darauf vorbereiten in der Meditation verweilen zu können. Durch die vielfältigen Körperübungen lernen wir unseren Körper besser wahrzunehmen.Mit Pranayama kontrollieren wir unsere Atmung. Pranayama lädt uns dazu ein unseren täglichen rauen und unregelmäßigen Atem bewusst so zu lenken, dass er wieder lang, fein und regelmäßig werden kann. Mit dem Atem nehmen wir Prana, die Lebensenergie, auf.

Pratyahara ist die Vorstufe zu Dharana, der Konzentration und Beruhigung des Geistes, in der wir den Geist und die Sinne schulen sich nach innen zu richten. Wir ziehen unsere Sinne von der Außenwelt ab und lenken sie nach innen. Wir halten bewusst Einkehr und kommen zu uns.

In der Konzentration (Dharana) bündeln wir unsere Aufmerksamkeit.

Dhyana ist schließlich die Meditation, die innere Versenkung und geistige Ausrichtung nach innen. Meditation ist ein Zustand großer Entspanntheit und Gelassenheit, in dem unser Geist nichts sucht, sondern alles auf sich zukommen lässt. Meditation schenkt uns Ruhe und Klarheit und ein Gefühl des inneren Friedens, wenn wir sie regelmäßig üben.

Ziel ist schließlich Samadhi zu erreichen und alles eins wird, das Denken aufhört und der Geist „wahrhaftig frei von irdischer Anhaftung“ ist.

Die Yoga-Sutren des Patanjali werden auch oft als Raja Yoga Sutren bezeichnet, da sie sich vornehmlich mit der Geisteskontrolle, dem zur Ruhe bringen der Sinne, beschäftigen.

Tiefe Zufriedenheit lässt uns grenzenloses Glück erfahren.

Yoga-Sutra 2,42

Yoga ist Achtsamkeit, zu der uns Patanjali, aufruft. Achtsamkeit mit sich und im Umgang mit anderen heißt nicht, das wir immerzu vorsichtig sein sollen oder uns immer mehr zurückziehen. Gemeint ist damit, dass wir beginnen sollen bewusster zu handeln, yogisch zu handeln. Mag sein, dass wir durch achtsames Handeln vielleicht ab und zu nicht ganz so spontan und schnell reagieren. Aber wir werden ruhiger und entspannter und bewusster agieren. Vieles wir uns nicht mehr so stressen und das gibt uns mehr Lebensqualität, körperliche und seelische Gesundheit.

In den Yoga-Sutren gibt uns Patanjali auch heute noch eine Anleitung, in unserem Leben voller Stress und äußerer Reize zu innerer Ruhe uns Ausgeglichenheit – zu uns – zu finden.

Bryan Kest und Dinah Rodrigues kommen nach Frankfurt

POWER YOGA mit Bryan Kest

Am 20. Mai 2010 hat jeder, der schon immer einmal Bryan Kest, den “Erfinder” des Power Yoga aus Santa Monica live erleben wollte, hierzu Gelegenheit. Balanceyoga veranstaltet von 18 – 21 Uhr einen Workshop mit dem bekannten Yogalehrer.

Bryan Kest praktiziert schon seit über 30 Jahren Yoga und unterrichtet seit über 26 Jahren. Seinen unverkennbaren und eizigartigen Yoga-Style entwickelte er 1979, und dieser machte ihn auch weit über Santa Monica und in der ganzen Welt bekannt.

Zunächst studierte der heute 45jährige Bryan Kest in Hawaii bei David Williams, der Ashtanga Yoga nach Amerika brachte. Er studierte auch in Indien bei Pattabhi Jois, dem bekannten Ashtanga Yogi. „Mein vorrangiges Ziel neben der Überzeugung von immer mehr Menschen für einen gesünderen, friedlicheren und herausfordernden Lebenswandel“, erklärt Kest, „ist die Vermittlung eines Übungssystems, das Körper, Geist und Seele in Einklang bringt.“

Die Kombination von Körper und Geist entwickelt eine unglaubliche weitherzige Befriedigung der körperlichen Bedürfnisse nach Bewegung und beruhigt und klärt gleichzeitig den Geist.

Wer Bryan Kest im Mai verpasst hat, hat im Juni noch einmal die Gelegenheit ihn live in Wiesbaden zu erleben. Das Unit, Institut für Yogaausbildungen & Workshopsveranstaltet, seinen BRIAN KEST POWER YOGA-Workshop am Mittwoch 2. Juni 2010.

Weitere Infos zu Bryan Kest und POWER YOGA findet Ihr hier.

HORMON YOGA mit Dinah Rodrigues

Balanceyoga veranstaltet ebenfalls am 29. und 30. Juni 2010 einen Workshop zum Thema Hormon Yoga mit der über achtzigjährigen Erfinderin des Hormon Yoga’s Dinah Rodrigues. Die körperlich überdurchschnittlich fitte Dame ist ein perfektes Beispiel dafür, wie die Methode wirkt, die sie vor etwa 15 Jahren zusammengestellt und immer weiter entwickelt und vertieft hat.

Asanas und Atemübungen aus verschiedenen Yogastilen hat Dinah Rodrigues so zusammengestellt, dass sie ganz natürlich den Hormonhaushalt des Körpers beeinflussen und in Balance bringen.

Dinah Rodrigues studierte Psychologie und Philosophie an der Universität von Sao Paulo. Nach vielen Jahren der Praxisjahren als Yogalehrerin entwickelte sie diese Form der Hormontherapie durch Yoga für Frauen vornehmlich in den Wechseljahren.

Von der tollen körperlichen Verfassung der gereiften Dame könnt Ihr Euch auf meinem Blog unter Videos überzeugen. Weitere Informationen zu Dinah Rodrigues und Hormon Yoga findet Ihr hier.

Dinah Rodrigues ist auch die Autorin des Standardwerk zur hormonellen Balance in den Wechseljahren „Hormon Yoga“.

Und hier geht’s zum Buch: Hormon-Yoga: Das Standardwerk zur hormonellen Balance in den Wechseljahren von Dinah Rodrigues

Arati, die Lichtzeremonie

Arati ist ein sehr schönes Lichtritual, das uns tief bewegen kann, wenn wir uns darauf einlassen.

Durch das verbrennen von Kampher wird Licht entzündet und dann vor einem „Altar“ oder dem Göttlichen geschwenkt. Dabei werden Mantras wiederholt, die die verschiedenen Aspekte des Göttlichen anrufen. Anschließend trägt man die Flammen dann segnend durch den Raum. Die an der Zeremonie Mitwirkenden segnen sich nun, indem sie mit beiden Händen das Licht der Flamme aufnehmen und über Stirn und Scheitel streichen.

Praktiziert man Arati am Abend, so ist die Zeremonie besonders wirkungsvoll, wenn man den Raum leicht abdunkelt.
Arati ist Opfer, Symbol für Erleuchtung. Alles Negative wird symbolisch verbrannt. Durch das Überstreifen des Lichtes wird die Reinigung des Geistes symbolisiert. Licht wird aufgenommen und das „dritte Auge“ erweckt. Anschließend bietet man dem göttlichen Süßigkeiten dar und verteilt diese an die anderen Teilnehmer.

Das Hören und Durchführen der Arati (Lichtzeremonie) bewirkt eine innige Verbindung mit der göttlichen Energie und liebevolle Hingabe, die für jeden Menschen, der sich öffnet, spürbar ist.

Auch für diejenigen, die keine Freunde des spirituellen Yogas sind, ist Arati eine schönes Erlebnis.

Arati-Mantra

Jaya Jaya Arati Vighnavinayaka
Vighnavinayaka Sri Ganesha
Jaya Jaya Arati Subramanya
Subramanya Kartikeya
Jaya Jaya Arati Venugopala
Venugopala Venulola
Papavidura Navanita Chora
Jaya Jaya Arati Venkataramana
Venkataramana Shankataharana
Sita Rama Radheshyama
Jaya Jaya Arati Gauri Manohara
Gauri Manohara Bhavanishankara
Sambasadashiva Uma Maheshwara
Jaya Jaya Arati Raja Rajeshwari
Raja Rajeshwari Tripura Sundari
Maha Lakshmi Maha Saraswati
Maha Kali Maha Shakti
Jaya Jaya Arati Anjaneya
Anjaneya Hanumanta
Jaya Jaya Arati Dattatreya
Dattatreya Trimurti Avatara
Jaya Jaya Arati Adityaya
Adityaya Bhaskaraya
Jaya Jaya Arati Senishwaraya
Senishwaraya Bhaskaraya
Jaya Jaya Arati Shankaracharya
Shankaracharya Adwaitagurave
Jaya Jaya Arati Sadguru Natha
Sadguru Natha Sivananda
Jaya Jaya Arati Jesus Gurave
Moses Gurave Buddha Gurave
Jaya Jaya Arati Mohammed Gurave
Laotse Gurave
Samasta Guru Bhyo Namah
Jaya Jaya Arati Venugopala

Kundalini-Yoga nach Yogi Bhajan

Kundalini-Yoga spielt besonders im Tantrismus und Kriya-Yoga eine wichtige Rolle. Auch im Sikhismus praktiziert man Kundalini-Yoga, diese Art von Yoga ist hier beschrieben.

Kundalini Yoga wurde 1968 durch Yogi Bhajan aus Nordinien in den Westen gebracht. Yogi Bhajan, der 2004 verstarb, war ein Sikh und so fließen Elemente des Sikh Dharma in seine Lehren ein. Aber wie bei allen Yogaarten ist auch Kundalini-Yoga offen gegenüber allen Religionen. Yogi Bhajan gründete den Verein 3HO – Healthy Happy Holy Organisation“ – der gesundes, glückliches und ganzheitliches Leben zum Ziel hat.

„Es ist Dein Geburtsrecht, glücklich zu sein.“ Yogi Bhajan

Im Gegensatz zum Hatha-Yoga sind die Übungen oft dynamische Bewegungsabläufe, die oft mit der Feueratmung verbunden werden. Sie richtet sich stark auf das Spüren der eigenen Lebensenergie. Viele Übungen werden im Schneidersitz oder Fersensitz ausgeführt, aber auch aus dem Hatha-Yoga bekannte Asanas finden sich im Kundalini wieder.

Jede Kundalini Übung hat drei Ebenen:

1. Asana (Körperübungen)
2. Pranayama (Atemübungen)
3. Meditation (Dhyana).

Eine wichtige Rolle im Kundalini spielt die Meditation, wobei der Fokus hier auf Mantren liegt, die aus dem Sikhismus stammen. Auch Mudras, Pranayamas und Bandhas werden verwendet.
Jede Kundalini-Stunde nach Yogi Bhajan wird mit dem Mantra

„Ong Namo Guru Dev Namo“ (Ich begrüße die kosmische, schöpferische Energie und den erhabenen Weg zum Licht)
eröffnet…

 

und mit dem Mantra

„Sat Nam“ (Wahrheit, Identität)

beendet.

Eine Übungsreihe wird als Kriya bezeichnet, ist in ihrer Abfolge vorgeschrieben und darf nicht verändert werden.

Kundalini-Yoga nach Yogi Bhajan gehört eher zu den spirituellen Yoga-Arten und ist meiner Meinung nach für Anfänger nur bedingt geeignet. Wenn man allerdings bereit ist, sich dem spirituellen Aspekt zu öffnen, dann sollte man Kundalini auf jeden Fall einmal probieren. Man merkt sehr schnell, ob man sich dieser Form des Yoga öffnen kann.

„Im Kundalini Yoga ist das wichtigste die Erfahrung. Deine Erfahrung geht direkt in Dein Herz.“ Yogi Bhajan

Entspannung in Asanas und Pranayama, eine ganz besondere Stunde

Meine Yoga-Lehrer Ausbildung schreitet voran, ich habe schon vieles gelernt, und es gibt noch vieles zu lernen. Einiges ist klar und einfach, anderes schwieriger und unverständlicher, es gibt Dinge die sind mir nah und Dinge, die sehr fremd scheinen, an die ich mich erst annähern muss um für mich zu entscheiden, wie ich damit umgehen werde.

Die letzte Stunde war für mich eine ganz besondere Stunde. Entspannung war das Thema und wir haben das gemacht, was ich wirklich liebe. Hierbei geht man in eine Asana (Körperübung) und dann hält man sie und entspannt in dieser Übung. Am besten macht man das, indem man tief in den Bauch atmet. Mit jedem Atemzug kommt man mehr in die einzelnen Asanas (Übungen) hinein, kommt tiefer und entspannt dabei, entspannt in die Übung. Wichtig sind also zwei Dinge: der Atem und die Entspannung in der Übung.

Hört sich einfacher an, als es in Wirklichkeit ist. Jeder, der schon mal Yoga gemacht hat weiß, wie es sich anfühlt, wenn man z.B. eine Vorwärtsbeuge länger halten soll und sich dann auch noch entspannen, das lernt man nicht von heute auf morgen. Aber wenn man es erst einmal geschafft hat und begreift, was gemeint ist, dann ist es ein ganz besonderes Gefühl.

Diese Übungspraxis ist besonders geeignet, um Stress abzubauen. Überhaupt ist Yoga perfekt um die Entspannung bei Stress herbeizuführen oder zu unterstützen.

Zum Thema Stressmanagement und Yoga lest Ihr hier in den nächsten Tagen.

3. Woche

Aha-Erlebnis beim Sonnengruß, 2 Dinge immer falsch gemacht, ist viel einfacher, als ich immer gedacht habe so „grazil“ in die Cobra zu kommen, wenn man weiß wie. Und dann noch ein Erfolgserlebnis bei der Meditation – Ausdehnungsmeditation – und ich habe mich ausgedehnt ☺. Wieder eine sehr schöne Stunde und ich bin entspannt nach Hause gefahren.

Die Cobra – Bhujangasana – auf Yoga TV:

 

2. Woche

Heute haben wir ein Mantra gesungen, ich kann nicht wirklich gut singen, ob ich das jemals lerne werde? Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Es war ein sehr schönes Mantra, aber ich vergesse die Melodie ständig ( nennt man das überhaupt Melodie? ) . Meditation nimmt einen weiteren Teil der Stunden in Anspruch, ich genieße diese ruhigen Momente. Aber es fällt mir schwer mich auf die Atmung zu konzentrieren, immer wieder kommen die Gedanken – was war heute alles auf der Arbeit, was passiert morgen, ich habe Hunger…. und bisher ist es mir noch nicht gelungen ein helles Licht zu visualisieren. Aber das kommt noch, man soll sich keinesfalls unter Druck setzen, also nehme ich die Meditation so an, wie sie war.