Zum Hauptinhalt springen

Jivamukti Yoga

Jivamukti Yoga wurde in den achtziger Jahren von Shanon Gannon und David Life im alternativen New York entwickelt. Beide waren Meisterschüler von S.K. Pattabhi Jois, dem Begründer des Ashtanga-Vinyasa Yoga.

Jivamukti Yoga nutzt die Energie von Musik, Tanz und traditionellem Yoga und kreiert somit einen kraftvollen und kreativen, modernen Yogastil für den Menschen in der westlichen Szene. „Yoga kann nicht angesagt genug sein“, so die beiden Begründer des Jivamukti Yoga.

Jivamukti Yoga beinhaltet als Ausgangspunkt einer kraftvollen Asana Praxis als Hauptelement der Yogastunde. Daneben spielen Meditation, Mantren (Chanting) und die Yogaphilosophie eine wichtige Rolle.

Es ist physisch und intellektuell ein herausfordernder und anregender Yogastil. Fließende Vinyasa Sequenzen, Pranayama (Atemübungen), Meditation, Mantren, Yogaphilosophie und Tiefenentspannung gehören in die Unterrichtsstunde. Anregende Musik – von Mantren bis House – werden oft mit der Yogapraxis des Jivamukti Yoga kombiniert.

Was bedeutet „Jivamukti“?

„Wir haben den Namen Jivamukti (gesprochen Dschi-wa-muck-ti) für unsere Yogamethode gewählt, um das wahre Ziel von Yoga zu verdeutlichen, welches die Befreiung des Individuums ist. Im Sanskrit heißt „Jiva“ die Seele des Einzelnen und „Mukti“ bedeutet Befreiung. Die exakte Umschreibung des Sanskrit Wortes, aus welchem wir „Jivamukti“ abgeleitet haben, ist „jivanmuktih“, was soviel bedeutet wie „Die Befreiung im Leben“. Der Name Jivamukti Yoga verdeutlicht also den Umstand, dass es möglich ist, ein nutzbringendes und erfüllendes Leben auf dieser Welt zu führen und sich gleichzeitig spirituell weiterzuentwickeln, vielleicht sogar irgendwann Befreiung (Samadhi) in diesem Leben zu erreichen.“ — Sharon Gannon und David Life

 

Und hier geht es zum Interview des YOGA JOURNAL mit Sharon Gannon und David Life.

Nackt-Yoga – der neueste Yoga-Trend aus New York

Auch der neueste Trend kommt wieder einmal aus New York. Genau hier hat nämlich das erste Nacktyoga-Studio eröffnet. Im „Phoenix Temple“ übt man nicht etwa in nach Geschlecht getrennten Gruppen, nein, die Gruppen sind gemischt und das scheint auch gut zu funktionieren.

Mir fällt es etwas schwer zu glauben, dass sich wirklich jeder auf sich selbst konzentriert, wenn alle nackt sind, aber laut Isis Phoenix, die das erste Nackt-Studio gründete, ist Nackt-Yoga ein ganz besonderes Erlebnis.

Auffallend ist, das entgegen „normaler“ Yoga-Kurse, in denen der Frauenanteil fast immer größer ist, hier der Mann präsenter ist. Trotzdem fühlen sich die Frauen anscheinend nicht unwohl, die Stunden haben keineswegs sexuellen Charakter, wenn man ihnen eine gewisse Sinnlichkeit auch nicht absprechen kann.

„Nacktheit macht uns alle gleich“ sagt Isis Phoenix. Respektvoller Umgang miteinander ist Voraussetzung für Nackt-Yoga. „Sobald wir nackt sind, werden wir nachsichtiger, gnädiger – uns selbst und auch anderen gegenüber“, sagt Studio-Mitgründerin Brit McMurray.

Hm, wir dürfen gespannt sein, was wir künftig noch über Nackt-Yoga hören und ob sich dieser Trend auch bei uns durchsetzt.

Iyengar-Yoga

Iyengar-Yoga wurde von B. K. S. Iyengar, geboren 1918, entwickelt. Während seiner jahrzehntelangen Übungspraxis erforschte er jede einzelne Asana (Körperübung) auf ihre korrekte Ausführung und Wirkungsweise. Iyengar „erfand“ aus seiner eigenen Praxis heraus Hilfsmittel wie Gurte, Klötze, Stühle, Polster und vieles mehr Rückenbänke. Die Hilfsmittel (auch Props genannt) ermöglichen fast jedem Yoga-Übenden, fast alle Asanas (auch schwierigere) Asanas einzunehmen und auch einfach erscheinende Asanas intensiver wahrzunehmen.

Iyengar-Yoga ist somit für sportliche Menschen genauso interessant wie für Menschen mit Einschränkungen leidende.

Die Ausbildung zum zertifizierten Iyengar-Yoga-Lehrer dauert 3 Jahre und kombiniert anspruchsvolle Asana-Praxis mit dem notwendigen philosophischen und anatomischen Wissen.

Typisch für den kraftvollen und fordernden, aber achtsamen Unterricht im Iyengar-Yoga sind drei Aspekte:

Technik – die Asanas werden sehr genau ausgeführt und oft mit Hilfsmitteln wie Gurten, Stühlen und Blöcken unterstützt, um die Übung zu erleichtern oder zu intensivieren.

Dauer – die Asanas werden besonders im fortgeschritten Stadium länger gehalten (mindestens 3 Atemzüge für Anfänger, 3 Minuten für Fortgeschrittene), damit sich eine dehnende und kräftigende, aber auch biochemische, psycho-mentale Wirkung entfaltet.

Sequenz – welche Asanas passen zu den äußeren (z.B. Wetter, Tageszeit) und inneren Bedingungen (nervlicher und körperlicher Zustand der Teilnehmer).

Die Kombination dieser 3 Aspekte lässt uns die Asanas bis ins Zentrum unseres Seins fühlen.

Iyengaryoga ist ein eher statischer Yogastil, dynamische und fließende Elemente findet man hier kaum.

Für Fortgeschrittene Iyengis ist das Praktizieren der Asanas Meditation.

Zitat B.K.S. Iyengar: „Asana is meditation in action.“

Suptavakrasana – Das Krokodil

Das Krokodil ist eine beruhigende Yogaübung, die den Geist zur Ruhe bringt und deshalb auch gerne am Ende einer Yogastunde geübt wird. Die Atmung ist langsam und gleichmäßig. Diese Übung hilft bei Stress und kann Skoliose korrigieren.

 

Dinah Rodrigues entwickelte in ihrer langjährigen Yoga-Praxis Übungsreihen, die den Hormonspiegel von Frauen insbesondere in den Wechseljahren positiv beeinflussen. Sie ist die Begründerin des Hormon-Yoga.

Hormon-Yoga: Das Standardwerk zur hormonellen Balance in den Wechseljahren von Dinah Rodrigues

Vinyasa Yoga

Im Vinyasa Yoga ist die Yogapraxis stark dynamische geprägt. Fließende Bewegungen werden mit einer speziellen Atemtechnik – der Ujjayi Atmung – koordiniert.

Im Unterschied zum Ashtanga Yoga ist Vinyasa Yoga eine etwas freier konzipierte Variante. Es gibt hier keinen festen Übungsablauf, Elemente des Ashtanga Yoga finden sich jedoch auch in Vinyasa wieder. Vinyasa Yoga zeichnet sich wie auch Ashtanga durch ineinanderfließende Bewegungsabläufe aus, die mit der Atmung koordiniert werden und eine ganz besondere Ästhetik haben. Vinyasa Yoga kann auch von Einsteigern praktiziert werden, setzt allerdings eine gewisse körperliche Kraft, Ausdauer und Flexibilität voraus.

Lachyoga

Lachyoga oder auch Hasya-Yoga (Hasya ist Sanskrit und heißt lachen) hat sich innerhalb weniger Jahre etabliert. Erst Mitte der 90er Jahre gründete Dr. Madan Kataria, ein praktischer Arzt aus Mumbai, den ersten Lachclub Indiens, heute gibt es weltweit mehr als 5.000 Lachclubs. Die Lachyogaübungen sind eine Kombination aus Dehn- und Atemübungen, die mit fiktiven und pantomimischen Übungen verbunden werden. Diese Kombination regt zum Lachen an und funktioniert ganz ohne das oft lästige Erzählen von Witzen. Grundloses Lachen steht hier im Vordergrund. Die Menschen kommen bei Lachyoga über die motorische Ebene zum lachen. Zu Anfang wird das Lachen noch simuliert, geht dann aber in ein echtes Lachen über.

Forschungsergebnisse der Lachforschung (auch Gelotologie genannt) gehen davon aus, dass Lachen das allgemeine Wohlempfinden steigert und die Gesundheit fördert. Außerdem nimmt man an, dass Lachen Stresshormone abbaut und das Immunsystem stärkt.

Beim Lachen hört man auf zu denken, beides zusammen geht nicht. So führt Lachyoga ähnlich wie auch die Meditation zu einer geistigen Entspannung.

Bikram Yoga

Bikram Yoga ist eine Richtung des Hatha-Yoga und wird in einem auf 35-40 Grad Celcius erhitzten Raum praktiziert. Im Bikram gibt es eine markengeschützte Serie von 26 Asanas (Körperübungen) und 2 Pranayamas (Atemübungen), es kann von Praktizierenden jeden Levels durchgeführt werden.

Allerdings ist zu beachten, dass die Yoga-Übungen fordernd sind und während der Stunden selbst sehr viel getrunken werden muss. Durch die hohe Raumtemperatur werden Muskeln und Sehnen sehr geschmeidig, durch das Schwitzen soll der Körper entgiftet werden. Die Energieverbrennung im Bikram-Yoga ist extrem hoch.

Bikram Yoga ist auch als Hot Yoga bekannt und wird mittlerweile an weit über 600 Schulen weltweit angeboten.

Der indischen Yogameister Bikram Choudhury, Schüler von Bishnu Gosh (Bruder des Paramahansa Yogananda, Autobiography of a Yogi) entwickelte diese Yoga-Stilrichtung. Bikram Choudhury wurde 1946 in Kalkutta geboren.

Kundalini-Yoga nach Yogi Bhajan

Kundalini-Yoga spielt besonders im Tantrismus und Kriya-Yoga eine wichtige Rolle. Auch im Sikhismus praktiziert man Kundalini-Yoga, diese Art von Yoga ist hier beschrieben.

Kundalini Yoga wurde 1968 durch Yogi Bhajan aus Nordinien in den Westen gebracht. Yogi Bhajan, der 2004 verstarb, war ein Sikh und so fließen Elemente des Sikh Dharma in seine Lehren ein. Aber wie bei allen Yogaarten ist auch Kundalini-Yoga offen gegenüber allen Religionen. Yogi Bhajan gründete den Verein 3HO – Healthy Happy Holy Organisation“ – der gesundes, glückliches und ganzheitliches Leben zum Ziel hat.

„Es ist Dein Geburtsrecht, glücklich zu sein.“ Yogi Bhajan

Im Gegensatz zum Hatha-Yoga sind die Übungen oft dynamische Bewegungsabläufe, die oft mit der Feueratmung verbunden werden. Sie richtet sich stark auf das Spüren der eigenen Lebensenergie. Viele Übungen werden im Schneidersitz oder Fersensitz ausgeführt, aber auch aus dem Hatha-Yoga bekannte Asanas finden sich im Kundalini wieder.

Jede Kundalini Übung hat drei Ebenen:

1. Asana (Körperübungen)
2. Pranayama (Atemübungen)
3. Meditation (Dhyana).

Eine wichtige Rolle im Kundalini spielt die Meditation, wobei der Fokus hier auf Mantren liegt, die aus dem Sikhismus stammen. Auch Mudras, Pranayamas und Bandhas werden verwendet.
Jede Kundalini-Stunde nach Yogi Bhajan wird mit dem Mantra

„Ong Namo Guru Dev Namo“ (Ich begrüße die kosmische, schöpferische Energie und den erhabenen Weg zum Licht)
eröffnet…

 

und mit dem Mantra

„Sat Nam“ (Wahrheit, Identität)

beendet.

Eine Übungsreihe wird als Kriya bezeichnet, ist in ihrer Abfolge vorgeschrieben und darf nicht verändert werden.

Kundalini-Yoga nach Yogi Bhajan gehört eher zu den spirituellen Yoga-Arten und ist meiner Meinung nach für Anfänger nur bedingt geeignet. Wenn man allerdings bereit ist, sich dem spirituellen Aspekt zu öffnen, dann sollte man Kundalini auf jeden Fall einmal probieren. Man merkt sehr schnell, ob man sich dieser Form des Yoga öffnen kann.

„Im Kundalini Yoga ist das wichtigste die Erfahrung. Deine Erfahrung geht direkt in Dein Herz.“ Yogi Bhajan

Hatha Yoga Flow

Hatha Yoga Flow verbindet die Elemente des Hatha Yoga mit einer leichten Dynamik. Im Mittelpunkt steht auch hier das Zusammenspiel von Atem und Bewegung. Die einzelnen Asanas (Körperübungen) gehen fließend ineinander über, in einigen Asanas verweilt man für einige Atemzüge, wird sich der Bewegung bewusst und geht aufmerksam und bewusst in die nächste Haltung. Im achtsamen Grenzgang zwischen zu viel und zu wenig, zwischen Herausforderung und Loslassen, entsteht ein Gefühl von Leichtigkeit.

Hatha Yoga Flow ist eine ideale Vorbereitung für die dynamischen Yogastile Ashtanga– und Vinyasa-Yoga. Der Fokus liegt auf der Synchronisation von Atmung und Bewegung, einzelne Yogapostionen werden harmonisch zu fließenden Abläufen verbunden. So erfahren und empfinden wir unseren Körper und schenken Ihm somit mehr Achtung, die Grundvoraussetzung für Ausgeglichenheit und Entspannung.

Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga ist die Mutter des dynamischen Yoga und wurde von Pattabhi Jois (einer der frühen Schüler von T. Krishnamacharya, er gilt als bedeutender Vertreter des Hatha-Yoga) entwickelt. Ashtanga Yoga ist ein körperlich fordernder Yogastil, der stark erwärmende Wirkung hat. Pattabhi Jois hat sechs festgelegten Serien von dynamisch ausgeführten Yogastellungen kreiert, unterrichtet wird meist nur die Erste Serie, da diese schon sehr anspruchsvolle Stellungen verlangt.

Geübt wird eine feste Serie von Yogastellungen, die weltweit auf die exakt gleiche Art und Weise praktiziert wird. Charakteristisch für Ashtanga Vinyasa Yoga ist die konsequente Verknüpfung aus Atmung (Ujjayi Atmung), Bewegung (Asanas) sowie festgelegten Konzentrationspunkten. Die Konzentration bleibt während der Übungen ganz auf sich selbst gerichtet. Zusätzlich soll der Schüler bei allen Übungen Mula Bandha (Wurzelverschluss) setzen. Der Übergang von einer Asana zur nächsten ist im Ashtanga Vinyasa Yoga fließend.

Ashtanga Vinyasa Yoga ist für Yoge-Praktizierende mit guter körperlicher Konstitution geeignet. Weniger geeignet ist dieser Stil für Anfänger, ältere Menschen oder Menschen mit Körperlichen Leiden.